Tierärztliche Praxis für Chiropraktik und Akupunktur, Sittensen

Was ist Akupunktur?

Akupunktur, Hund

Die Akupunktur (aus dem Lateinischen: acus = die Nadel, punctio = das Stechen) ist eine von den Chinesen bereits im 3. Jahrtausend vor Christus praktizierte Methode zur Stimulierung der Selbstheilungskräfte des Körpers. Nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Tieren wird sie erfolgreich angewandt. Die sehr feinen, sterilisierten Akupunkturnadeln werden durch die Haut an Punkten gesetzt, die auf den so genannten Meridianen liegen, den Energiebahnen im Körper. An welchen Punkten die Nadeln eingesetzt werden, hängt vom jeweiligen Krankheitsbild ab, das es zu behandeln gilt.

Der Einstich ist praktisch schmerzfrei; nur selten zeigt das Tier Reaktionen. Kurz nach dem Platzieren einer Nadel am Akupunkturpunkt tritt in der Regel eine Entspannung auf, die das Tier in manchen Fällen sogar einschlafen lässt. Die Akupunkturnadeln bewirken, dass sich biochemische oder physiologische Zustände im Körper verändern. So werden beispielsweise Neurotransmitter, Neurohormone und Endorphine freigesetzt. Dadurch werden letztlich Blockaden gelöst und Muskeln entkrampft. Somit wird der Energiefluss verbessert.

Bewährt hat sich die Tierakupunktur sowohl bei Haustieren als auch bei Sporttieren. Bei letzteren wird sie unter anderem deshalb gern als Alternative zu medikamentösen Therapien gewählt, weil viele Medikamente zu den Dopingmitteln zählen und somit der Einsatz des Tieres in Wettbewerben eine Zeitlang nicht legal möglich ist. Oft wird diese sanfte Behandlungsmethode auch bevorzugt, weil die für die Therapie in Frage kommenden Medikamente unerwünschte Nebenwirkungen haben oder weil eine Operation möglichst vermieden werden soll.

Die Akupunktur gilt als eine der sichersten Behandlungsmethoden. Voraussetzung für den Erfolg ist allerdings, dass sie von einem ausgebildeten, erfahrenen Akupunkteur durchgeführt wird. Während der Therapie, die sich über mehrere Sitzungen erstreckt, kann es vorkommen, dass sich der Zustand des Tieres vorübergehend verschlechtert. Dieser relativ kurzen Phase folgt jedoch üblicherweise eine deutliche Besserung.